Erdgaspreise explodieren infolge des Iran-Konflikts
Als der Konflikt im Iran wieder aufflammte, haben die effektive Schließung der Hormuzstraße und der Bab-el-Mandeb-Straße die Preise für Erdgas in die Höhe getrieben, insbesondere in Europa und Asien. Statistiken zufolge bezieht Asien fast 90% des Flüssigerdgas (LNG) aus den Hauptproduzenten im Nahen Osten wie Katar und den VAE, während Europa 7-11% des gesamten LNG aus dieser Region importiert.
Aktuelle Lage
Die Erdgaspreise in Europa sind auf den höchsten Stand der letzten vier Monate gestiegen, da befürchtet wird, dass der Krieg zwischen den USA und Iran zu Engpässen im Winter führen könnte. Berichten von The Guardian zufolge ist der Indikator für Erdgas in den Niederlanden auf über 60 US-Dollar pro Megawattstunde (MWh) am Montag gestiegen, nahe dem Höhepunkt, den wir zu Beginn des US-Iran-Konflikts gesehen hatten.
Druck auf die Erdgasversorgung in Europa
Analysten von Independent Commodity Intelligence Services (ICIS) berichten, dass die Erdgasversorgung in Europa in diesem Winter unter Druck steht, wobei der Konflikt die Erholung der LNG-Exporte aus Katar verlangsamt. Sie warnen auch, dass wenn die Erdgaspreise über 60 US-Dollar bleiben, möglicherweise staatliche Eingriffe erforderlich sein werden, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
| Zeitpunkt | Lagerstand Erdgas in Europa |
|---|---|
| Aktuell | Unter 54% |
| Gleichzeitig im Vorjahr | 64% |
Unterbrechung der LNG-Exporte
Seit Beginn des Konflikts am 28. Februar haben nur 26 LNG-Ladungen den Persischen Golf verlassen, während normalerweise 90-100 pro Monat sind. Vor Kriegsausbruch gingen etwa 20% der weltweiten Öl- und Gaslieferungen durch die Hormuzstraße, während die Bab-el-Mandeb-Straße normalerweise etwa 7% der globalen Ölförderung aufnahm.
Schäden durch den Konflikt
Raketen- und Drohnenangriffe im Frühjahr 2026 haben die LNG-Anlagen in Ras Laffan beeinträchtigt. QatarEnergy schätzt, dass die Reparaturen zu einer Unterbrechung von etwa 12,8 Millionen Tonnen LNG-Leistung in den nächsten drei bis fünf Jahren führen werden.
Auswirkungen auf den asiatischen Markt
Länder wie Indien, Bangladesch und Taiwan sind schwer von LNG-Versorgungsengpässen betroffen. Berichten von S&P Global zufolge haben die steigenden LNG-Preise die Importeure gezwungen, auf den Spotmarkt auszuweichen, um Alternativen zu finden.
| Land | Reduzierung der LNG-Importe (%) |
|---|---|
| Pakistan | -75% |
| Südkorea | -10% |
| China | -8% |
Zukunft des LNG-Marktes
Analysten prognostizieren, dass die Entwicklung des globalen LNG-Marktes durch die Situation im Nahen Ostenschwer beeinträchtigt sein wird. Vor dem Ausbruch des Konflikts wurde ein jährliches Plus von 11% bei der globalen LNG-Versorgung für 2026 vorhergesagt, aber jetzt wird nur noch ein Plus von 1% erwartet, bedingt durch den Verlust der Lieferungen aus Katar und den VAE.
Fazit
Der Krieg im Iran hat Investoren und Politikern die Bedeutung der Energiesicherheit vor Augen geführt. LNG-Importeure müssen ihre Lieferquellen diversifizieren, um das Risiko von Instabilität in der Region zu minimieren.