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Energiekrise in Russland: Präsident Putin gibt akute Probleme bei Kraftstoffversorgung zu

In einer kürzlich abgehaltenen Sitzung hat der russische Präsident Wladimir Putin eingeräumt, dass das Land mit einer Energiekrise konfrontiert ist, ein Problem, das viele externe Experten, regionale Beamte und die Bevölkerung bereits seit längerem erkannt hatten. Er sagte: "Sie alle wissen, dass die Probleme für Fahrer und Unternehmen weiterbestehen." Er wies auch darauf hin, dass "leider immer noch lange Schlangen an den Tankstellen bestehen."



Notlage durch ukrainische Angriffe

Putin betonte, dass Russland die Auswirkungen der Terroranschläge auf zivile Ziele und Infrastruktur minimieren müsse, wobei er offensichtlich auf die Drohnenangriffe der Ukraine auf wichtige Energieeinrichtungen im russischen Hinterland anspielte. Diese Angriffe zielten auf Ölhäfen, Raffinerien und Pipeline-Routen ab.


Mindestens 17 Regionen haben verpflichtende Maßnahmen für den Verkauf von Benzin und Diesel eingeführt, und Dutzende weitere Regionen berichten über Engpässe oder Beschränkungen durch private Brennstoffunternehmen.



Putins Aussage bei der Parteiversammlung

Die jüngsten Äußerungen Putins wurden bei einer Sitzung mit hochrangigen Funktionären der Einheitspartei Russland, seinem landesweiten Machtinstrument, gemacht. Er hatte in einem kurz darauf vom Kreml veröffentlichten Interview ähnliche Aussagen gemacht, versuchte jedoch die Schwere der Krise herunterzuspielen.


In dem Interview, das voraussichtlich im staatlichen Fernsehen ausgestrahlt wird, sagte Putin: "Was die Angriffe auf die kritische Infrastruktur im Allgemeinen und die Energieinfrastruktur im Besonderen betrifft, so ist klar, dass diese Angriffe Probleme schaffen, das ist offensichtlich." Er fügte hinzu: "Derzeit beobachten wir einen gewissen Mangel, aber nicht einen schweren."



Reaktionen der Bevölkerung

Online hochgeladene Videos zeigen wütende Fahrer, die an Tankstellen Schlange stehen, wobei es häufig zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Fahrern kommt.



Maßnahmen zur Unterstützung der Landwirtschaft

Putin rief Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgung der Landwirtschaft auf, während die Behörden ein Verbot von Dieselexporten in diesem normalerweise energiereichen Land prüfen. Er sagte: "Es sollte die vollständige Einstellung von Dieselkraftstoffexporten in Betracht gezogen werden."


Er bestätigte, dass das Land derzeit die Benzinreserven nutze und versicherte, dass die Produktion im Juli höher sein werde als im Juni. Putin gab auch an, dass eine Einsatzgruppe zur Brennstoffversorgung rund um die Uhr arbeite.


Er betonte: "Wir müssen unser Bestes tun, um sicherzustellen, dass alle saisonalen Lieferpläne für Brennstoffe für agro-industrielle Unternehmen aufrechterhalten werden, da die Ernte davon abhängt."



Ukrainische Angriffe und internationale Reaktionen

Knapp vor Putins Rede hatte ein ukrainischer Drohnenangriff einen Menschen getötet und einen Brand in einer Raffinerie im südrussischen Krasnodar verursacht. Der Gouverneur der Region, Weniamin Kondratjew, dies auf Telegram mit.


Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den Angriff als Teil von "Operationen zur Schwächung der Fähigkeit Russlands, den Krieg fortzuführen." Er fügte hinzu: "Die Slawische Raffinerie in der Region Krasnodar wurde angegriffen - etwa 300 km von der Frontlinie entfernt. Wir erreichten auch eine Raffinerie in der Region Jaroslawl, etwa 700 km von der Grenze entfernt."



Aussichten für internationale Verhandlungen

Am 25. Juni kündigte Selenskyj eine 40-tägige Militäroperation der Sicherheitsbehörde an, um "den aggressiven Staat zu beeinflussen, um ein Ende des Krieges zu fördern", da die von den USA unterstützten Vermittlungsbemühungen auf Schwierigkeiten zu stoßen schienen.


In dem Interview sagte Putin, er erwarte ein US-Verhandlungsteam in Moskau, wenn Washington eine Einigung mit dem Iran über den Nahostkonflikt erzielt. Er sagte: "Wir sind bereit, Verhandlungen fortzusetzen und alle Einzelheiten zu besprechen", obwohl er bisher keine Anzeichen einer Änderung seiner harten Forderungen gezeigt hat, trotz der Schwierigkeiten, die die russischen Streitkräfte seit Beginn der großangelegten Invasion der Ukraine im Februar 2022 zu bewältigen haben.



AspektDetails
Datum der Aussage28. Juni
Betroffene Regionen17 Regionen mit verpflichtenden Maßnahmen
DrohnenangriffeKrasnodar, Jaroslawl
HauptproblemeEnergieengpässe, lange Schlangen an Tankstellen
Geplante MaßnahmenDieselexportverbot, Einsatzgruppe zur Brennstoffversorgung

#Russland #Putin #Energiekrise #Ukraine #InternationaleVerhandlungen